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Pressemitteilung vom 16.07.2018

Entsteht am Flughafen München II jetzt auch noch Freising II?

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Blaupause für die ‚Stadt der Zukunft‘, einzigartiger Meeting-Point, zukunftsgerichtete urbane Infrastruktur, ein „Innovationsstandort …, der über die Grenzen Münchens, Bayerns und Deutschlands hinaus bekannt ist“, kurz: ein „neuer Stadtteil“. Mit diesen und vielen ähnlichen weiteren Phrasen preist die Flughafen München GmbH (FMG) ihre Ausbauprojekte. Damit das alles klappt, hat sie kürzlich eine eigene Tochtergesellschaft gegründet, die LabCampus GmbH. Aufgaben dieser neuen GmbH sind „die Errichtung, Vermarktung und der Betrieb von Gebäuden und Infrastruktur auf dem Areal des LabCampus (gemäß Städtebaulichem Konzept).“ Dies schreibt das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat in seiner Antwort auf eine Schriftliche Anfrage des Landtagsabgeordneten Christian Magerl zu diesem Thema. Insgesamt sollen nach FMG-Angaben auf 500.000 Quadratmetern alle möglichen Neubauten entstehen und bis zu 20.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Der damit einhergehende Einwohnerzuwachs dürfte in der Größenordnung von Freising liegen.



Konkret geplant wird derzeit zwar noch etwas moderater: die Airport Academy und ein Bürogebäude mit einer Bruttogeschossfläche von 14.000 bzw. 29.500 Quadratmetern. Der Rest soll dann „bedarfs- und nachfragegerecht“ weiterentwickelt werden. Dies könnte eine Weile dauern. „Seit April 2016 läuft die Betreibersuche für das Budgethotel auf der Grundlage eines Pacht- oder Managementvertrages“, heißt es auf der Homepage der FMG. Die Suche dauerte fast zwei Jahre. Eine Arztpraxis ist ebenfalls zu vermieten. Das Exposé stammt vom Februar 2017. Geeignet wäre die Praxis beispielsweise für einen HNO-Spezialisten. Das Angebot könnte in Zukunft attraktiver werden, wenn nämlich auf dem LabCampus tatsächlich, wie angekündigt, eine Kindertagesstätte und eine Grundschule gebaut würden. Angesichts der zu erwartenden Lärmbelastung der Kinder würde der Slogan vom „Flughafen der kurzen Wege“, sprich: vom Gehörschaden zum HNO-Arzt, wenigstens in einer Hinsicht zutreffen.


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